HP-Psych | Prüfungsfragen schriftlich

Beispielhaft wird hier die schriftliche Prüfung zur HeilpraktikerIn für Psychotherapie am Gesundheitsamt Husum vom 30. August 2010 vorgestellt.
Der Fragenkatalog umfasst 40 Fragen. Für jede Frage sind fünf Antwortmöglichkeiten vorgegeben.  Es ist nur eine der Antworten A, B, C,  D oder E richtig.
Für die Beantwortung einer Frage stehen zwei Minuten zur Verfügung.
Für jede richtig gelöste Aufgabe gibt es 1 Punkt. Die schriftliche Überprüfung gilt als bestanden, wenn von den 40 möglichen Punkten 75% = 30 Punkte oder mehr erzielt werden.

1.
Überprüfen Sie folgende Aussagen zum Schlaf:

A.    Dauert die Einschlafzeit länger als 10 Minuten, spricht man von einer Einschlafstörung.
B.    Je älter ein Mensch wird, desto weniger Nachtschlaf benötigt er.
C.    Depressionen können zu Schlafstörungen führen.
D.    Die Aussagen A, B, und C sind zutreffend.
E.    Nur die Antworten B und C sind zutreffend.

2.
Folgende Aussagen zur Behandlung der Insomnie treffen zu:

A.    Zur kurzfristigen Behandlung bei hohem Leidensdruck eignen sich
schlafanstoßende Mittel wie Chloralhydrat oder Zopiclon.
B.    Baldrian, Hopfen und Melisse können als Phytotherapeutikum in ausreichend
hoher Dosierung auch längerfristig zur Behandlung von Schlafstörungen
verwendet werden.
C.    Die Antidepressiva Doxipin und Amitriptylin sind zur Behandlung von
Schlafstörungen in Dosen von 25 bis 50 mg am Abend geeignet.
D.    Nur die Aussagen A und B treffen zu.
E.    Die Aussagen A, B, und C treffen zu.

3.
Folgende Aussage(n) zur manischen Störung ist (sind) zutreffend:

A.    Es handelt sich um eine affektive Störung, die mit gehobener Stimmungslage
und sorgloser Heiterkeit einhergehen kann.
B.    Es kann zur Vernachlässigung der persönlichen Hygiene, zur
Nahrungsverweigerung und Dehydratation kommen.
C.    Die erste Episode tritt meistens zwischen dem 30. Und 45. Lebensjahr auf.
D.    Nur die Aussagen A und B sind richtig.
E.    Die Aussagen A, B, C, sind richtig.

4.
Folgende Aussage(n) zur Anorexia nervosa trifft (treffen) zu:

A.    Ein BMI von 19 spricht bereist für das Vorliegen einer Anorexie.
B.    Es kommt zu einer endokrinen Störung.
C.    Nach Anfällen von Heißhunger kommt es zum Erbrechen und anschließendem
Fasten.
D.    Knaben erkranken nicht von Anorexia nervosa.
E.    Die Aussagen A und B sind richtig.

5.
Bringen Sie die Entwicklungsstufen der Bindung in die richtige zeitliche
Reihenfolge (von der Geburt bis zum Tod):

A.    Ödipale Bindung – Frühe Bindung – Partnerbindung – Allgemeine menschliche
Einbindung – Familiale Bindung – Soziale Einbindung in Gruppen – Intrauterine
Geborgenheit
B.    Intrauterine Geborgenheit – Frühe Bindung – Ödipale Bindung – Soziale
Einbindung in Gruppen – Partnerbindung – Familiale Bindung – Allgemeine
menschliche Einbindung
C.    Intrauterine Geborgenheit – Ödipale Bindung – Frühe Bindung – Familiale Bindung
– Partnerbindung – Allgemeine menschliche Einbindung – Soziale Einbindung in
Gruppen
D.    Keine der unter A bis D angegebenen Reihenfolgen ist richtig.

6.
Balintgruppen

A.    sind eine Möglichkeit für Patienten, sich über spezielle Krankheitsbilder und ihre Krankheitserfahrungen auszutauschen.
B.    sind von Ärzten und Therapeuten organisierte Gesprächsgruppen, in denen es um die Abklärung komplizierter Krankheitsbilder geht.
C.    sind ein Modell der Selbstreflektion, in dem der Behandler seinen eigenen Anteil an schwierigen Patienteninteraktionen klären kann
D.    sind für Arbeitsgruppen und Teams ungeeignet.
E.    keine der Aussagen A bis D trifft zu.

7.
Folgende Aussagen zu Ticstörungen treffen zu:

A.    Im Vorschulalter (4-5 Jahre) treten sie gehäuft auf, halten aber meist nicht länger
als 1 Jahr an.
B.    Ticerkrankungen sind bei Mädchen häufiger als bei Jungen.
C.    Ticerkrankungen liegen in der Regel neurologische Störungen zu Grunde.
D.    Nur A und B treffen zu.
E.    Alle Aussagen (A, B, Und C) treffen zu.

8.
Eine 29-jährige Frau sucht Sie auf und berichtet von einer Reihe konflikthafter
Lebenssituationen. Von mehreren Partnern sei es zur Trennung gekommen.
Abends trinke sie manchmal Alkohol, weil „sowieso alles egal“ sei. Sie laufe
auch bewusst bei „rot“ über die Kreuzung. Manchmal fühle sie sich völlig leer.
Schließlich bemerken Sie eine Reihe von frischen und älteren Schnittwunden
an den Unterarmen der Frau.

Welche der folgenden Aussagen zu dieser Vorgeschichte treffen zu?

A.    Am wahrscheinlichsten ist eine Adoleszentenkrise.
B.    Suizidhandlungen sind zu befürchten.
C.    Die Vorgeschichte spricht für eine Alkoholabhängigkeit.
D.    Keine der Antworten ist richtig.
E.    Die Antworten A und C sind richtig.

9.
Folgende Aussagen zu Anpassungsstörungen treffen zu:

A.    Sie können auch ohne Belastungssituation entstehen.
B.    Ursache sind immer belastende Lebensereignisse.
C.    Die Krankheit kann mit Unruhezuständen oder Sichzurückziehen einher gehen.
D.    Die Aussagen A und C treffen zu.
E.    Die Aussagen B und C treffen zu.

10.
Folgende Symptome können bei akuten Belastungsreaktionen auftreten:

A.    Eingeschränkte Aufmerksamkeit
B.    Vegetative Symptome
C.    Angstzustände
D.    Alle Antworten (A, B und C) treffen zu.
E.    Nur die Antworten B und C treffen zu.

11.
Ein 76-jähriger Mann sucht Sie in Ihrer Sprechstunde auf. Er berichtet, dass
er sich Gedanken mache: 2 Wochen zuvor sei er noch fieberhaft erkrankt,
habe das Bett kaum verlassen können. Seine Frau sei vor 5 Jahren
verstorben und die gemeinsamen Kinder lebten weit weg, sodass sie nicht
hätten kommen können, um ich zu pflegen. Als er mit Fieber im Bett gelegen
habe, habe er merkwürdige Dinge wahrgenommen: Menschen, denen er
schon mal begegnet sei, Farben und Bewegungen. Nun habe er Angst, dass
er verrückt sei, obwohl er diese Dinge nach Abklingen der fieberhaften
Erkrankung nicht mehr gehabt habe.

Welche der folgenden Aussagen in Hinsicht auf die Vorgeschichte sind
zutreffend?

A.    Die Symptome sind am ehesten Zeichen der Erstmanifestation einer
Schizophrenie.
B.    Die Symptome passen am ehesten zu einer organischen Halluzinose.
C.    Die Symptome weisen auf den Beginn eines demenziellen Syndroms hin.
D.    Am ehesten liegt eine akute Belastungsgreaktion vor.
E.    Keine der Aussagen A bis D trifft zu.

12.
Die herabgesetzte Fähigkeit von Menschen, seelische Prozesse zu erleben,
insbesondere eine mangelnde Gefühls- und Konfliktwahrnehmung nennt man

A.    Dysthymie
B.    Alexithymie
C.    Hypochondrie
D.    Übertragung
E.    Keine der Aussagen A bis D trifft zu.

13.
Die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT)…

A.    beinhaltet eine individuelle Behandlung in der Gruppe.
B.    integriert ein breites Spektrum therapeutischer Strategien und Techniken, wie
kognitive Verhaltenstherapie, Körpertherapie, Hypnotherapie, Gestalttherapie und
Elemente des ZEN.
C.    ist ein geeignetes Behandlungskonzept für die Therapie von Borderline-
Patienten.
D.    wurde von Sigmund Freud entwickelt.
E.    Nur die Aussagen A bis C treffen zu.

14.
Lara ist 22 Jahre alt. Im Sommer hat sie mit Freunden einen Urlaub in Italien
gemacht. Seit ihrer Rückkehr fühlt sie sich niedergeschlagen und „schlecht“.
Sie werde von dem Gedanke gepeinigt, dass sie zu dick werde und ihre Hose
ständig enger sitze. Deswegen mache sie täglich große Spaziergänge. Sie
schreibe auch wieder Tagebuch. L. klagt, dass nirgends ein Heim habe, auch
nicht zu Hause, dass sie die Tätigkeit, die sie suche, nicht finde, keine Ruhe
habe, eine wahre Qual fühle, wenn sie still sitze. Jeder Nerv in sei zum
Zerreißen gespannt und ihr Körper mache alle Regungen ihrer Seele mit.
Lara ist 161 cm groß und wiegt 49 kg.

Nach der Schilderung der Vorgeschichte und der Symptome trifft/treffen
folgende Aussagen zu:

A.    Die Symptome sprechen für eine Anorexia nervosa.
B.    Das geschilderte Verhalten spricht für ein Binge Eating Syndrom.
C.    Es liegt eine Depression vor.
D.    Die Symptome sprechen für eine Bulimia nervosa.
E.    Sie Antworten A und C sind richtig.

15.
Transmitterstoff(e) des Nervensystems ist (sind)

A.    GABA (Gammaaminobuttersäure)
B.    Glycerin
C.    Acetylsalicylsäure
D.    Nur die Antworten A und B treffen zu.
E.    Nur die Antworten A und C treffen zu.

16.
Ein Patient erleidet bei Ihnen in der Praxis einen epileptischen Anfall
(Grandmal-Anfall). Welche Sofortmaßnahmen sind zu ergreifen?

A.    Information des Notarztes
B.    Einrichten einer stabilen Seitenlagerung
C.    Schutz vor Verletzungen für die Dauer des Anfalls
D.    Nur die Antworten A und C sind richtig.
E.    Alle Antworten A, B und C sind richtig.

17.
Ein Patient sucht Sie in Ihrer Praxis auf. Sie bemerken, wie er akribisch
genau seinen Mantel aufhängt, seinen Schal zusammenlegt, dann seine
Papiere immer wieder sortiert. Vor dem Schreibtisch sitzend, ordnet er Ihre
Stifte und Kugelschreiber. Darauf angesprochen, sagt er, dass er schon
immer sehr genau gewesen sei. Seine Vorgesetzten schätzten ihn wegen
seiner Sorgfalt und Verlässlichkeit. Unordnung sei ihm unerträglich. Aber
diese Wesensmerkmale machten ihm auch Probleme: Irgendwie sei er sein
eigener Sklave …

Solche Persönlichkeiten nennt man

A.    Sensitive Persönlichkeiten
B.    Hyperthyme Persönlichkeiten
C.    Haltschwache Persönlichkeiten
D.    Anankastische Persönlichkeiten
E.    Asthenische Persönlichkeiten

18.
Im Zusammenhang mit Alkoholsucht versteht man unter Kontrollverlust

A.    das Unvermögen koordinierte zu laufen (Störung der Motorik)
B.    die Unfähigkeit, schon nach einer geringen Menge Alkohols mit dem Trinken
aufzuhören
C.    emotionale Ausbrüche gegenüber anderen Menschen
D.    Die Antworten B und C treffen zu.
E.    Keine der Antworten trifft zu.

19.
Beim Bericht über eine dauerhaft konflikthafte Arbeitsplatzsituation wird eine
junge Frau zunehmend agitiert und atmet schwer. Etwas später gibt sie
Kribbelgefühle in den Händen und um den Mund herum an.

Welche Maßnahmen in diesem Zusammenhang sind sinnvoll?

A.    Wegen der Atemnot sollte als erstes der Notarzt gerufen werden.
B.    Wegen eines absoluten Calciummangels muss Calcium verabreicht werden.
C.    Als erste Maßnahme ist die Gabe von Sauerstoff angezeigt.
D.    Die Antworten A und C treffen zu.
E.    Keine der Antworten trifft zu.

20.
Beim einfachen Alkoholrausch kann es zu folgenden Symptomen kommen:

A.    Halluzinationen
B.    Neurologische Erscheinungen
C.    Desorientiertheit
D.    Nur die Antworten B und C sind richtig.
E.    Nur die Antworten A und B sind richtig.

21.
Antidepressiva vom Imipramin-Typ (z.B. Ludiomil, Tolvin, Anafranil) haben
folgende Wirkungsqualität(en):

A.    vorwiegend antriebssteigernd
B.    vorwiegend stimmungsaufhellend
C.    vorwiegend sedierend
D.    Nur die Antworten A und C sind richtig.
E.    Nur die Antworten A und B sind richtig.

22.
Bei bipolaren Störungen kann die Verordnung von Lithium indiziert sein.
Dann muss regelmäßig der Serum-Lithiumspiegel bestimmt werden.

Der Serum-Lithiumspiegel kann beeinflusst werden durch:

A.    Infektiöse Erkrankungen
B.    Trinken größerer Flüssigkeit
C.    Saunabesuche
D.    Nur die Antworten A und B treffen zu.
E.     Alle Antworten (A, B und C) treffen zu.

23.
Folgende Aussagen zum Suizid treffen zu:

A.    Männer suizidieren sich fast doppelt so häufig wie Frauen.
B.    Als Todesursache ist der Suizid statistisch gesehen unbedeutend.
C.    Der Ernst der Tötungsabsicht lässt sich bei einem medikamentösen
Suizidversuch an der verwendeten Dosis und an der Art des Medikamentes
ablesen.
D.    Nur die Aussagen A und C treffen zu.
E.    Keine der Aussagen trifft zu.

24.
Die Postpartale Depression

A.    führt zu Energielosigkeit, Empfindlichkeit und Weinerlichkeit.
B.    beginnt mit meist 6-7 Wochen nach der Entbindung.
C.    führt in der Regel zu psychotischen Störungen mit Schuldwahn und paranoiden
Wahrnehmungen.
D.    Nur die Aussagen A und B treffen zu.
E.    Nur die Aussagen A und C treffen zu.

25.
Stupor ist gekennzeichnet durch:

A.    minimalen Antrieb
B.    getrübtes Bewusstsein
C.    Störungen der Motorik
D.    Nur die Antworten A und C treffen zu.
E.    Keine der Antworten A bis C ist richtig.

26.
Folgende Aussage(n) zu Persönlichkeitsstörungen trifft/treffen zu:

A.    Es liegt ein andauerndes Verhaltens- und Erlebnismuster vor, das deutlich von
den Erwartungen der soziokulturellen Umgebung abweicht.
B.    Sie ist schon in früher Kindheit diagnostizierbar.
C.    Ein subjektives Leiden beginnt unter Umständen erst im späteren Verlauf.
D.    Die Aussagen A und B treffen zu.
E.    Sie Aussagen A und C treffen zu.

27.
Folgende Aussage(n) ist/sind richtig: Die Schweigepflicht, die in § 203 StGB
geregelt ist,

A.    darf unter keinen Umständen gebrochen werden.
B.    darf gegenüber dem Ehepartner oder den Kindern einer Patientin gebrochen
werden.
C.    darf nur bei Vorliegen eines rechtfertigenden Notstandes gebrochen werden.
D.    Nur die Aussagen B und C sind richtig.
E.    Keine der Aussagen A, B und C sind richtig.

28.
Folgende Aussage(n) zum demenziellen Syndrom ist/sind richtig

A.    Depressionen können eine Demenz vortäuschen.
B.    Das Kurzzeitgedächtnis bleibt meist intakt.
C.    Es kann im fortgeschrittenen Stadium zu Störungen des Sprachvermögens
kommen.
D.    Nur die Aussagen A und C sind richtig.
E.    Nur die Aussagen B und C sind richtig.

29.
Ein Mann mit manischer Dekompensation bedroht seine Nachbarin akut mit
einem Messer. Die geschlossenen Unterbringung des Mannes in einem
geeigneten Krankenhaus könnte auf folgender/folgenden
Rechtsgrundlage(n) erfolgen:

A.    Gesetz für psychisch Kranke (PsychKG)
B.    Betreuungsrecht nach BGB
C.    Ohne besondere Rechtsgrundlage und Einschränkung, wenn ein Psychiater die
Einweisung anordnet.
D.    Nur die Aussagen A und B sind richtig.
E.    Die Aussagen A, B und C sind richtig.

30.
Eine 42-jähige Hausfrau, verheiratet und Mutter 2er Kinder im
Grundschulalter berichtet, dass ihre Mutter einige Monate zuvor verstorben
sein, die stets dominant gewesen sein. Seit einigen Wochen verspüre sie
nun anfallsweise Herzklopfen, Schwindelgefühle, Enge in der Brust und im
Hals, verbunden mit Todesangst. Der Hausarzt habe schon 2-mal ein EKG
geschrieben, das aber in Ordnung gewesen sein. Auch die Blutwerte seinen
normal gewesen. Die Anfälle dauerten nur wenige Minuten, aber sie lebe in
ständiger Furcht vor diesen.

Die geschilderte Vorgeschichte und Symptomatik passen am ehesten zu
folgender/folgenden Diagnose(n):

A.    Phobische Störung
B.    Paranoide Psychose
C.    Panikstörung
D.    Nur die Aussagen A und C sind richtig.
E.    Nur die Aussagen A und C sind richtig.

31.
Ein Landwirt berichtet besorgt, seine 53-jährige Ehefrau sei seit einigen
Wochen sehr verändert. Sie bestelle per Telefon Essen in Restaurants und
behaupte, dass der Preis keine Rolle spiele, da sie im Lotto gewonnen habe.
Das stehe fast täglich in der Zeitung. Sie könne nicht mehr richtig zuhören,
rede viel und schlafe seit 4 Tagen fast gar nicht mehr. Auch verwende sie
Worte, die er von ihr nicht kenne. Der Haushalt in dem Familienbetreib liege
zur Zeit brach, obwohl wegen der Ernte eigentlich viel zu tun sein … Er
kenne sie eigentlich nur eher zurückhaltend …

Das Krankheitsbild passt zu folgender/folgenden Diagnose(n):

A.    Affektive Psychose
B.    Narzisstische Persönlichkeitsstörung
C.    Organische Psychose
D.    Nur die Aussagen A und C treffen zu.
E.    Die Aussagen A, B und C treffen zu.

32.
Beim Selbstverletzenden Verhalten ist/sind in der Regel folgende
Ich-Funktion(en) gestört:

A.    die Binnenwahrnehmung
B.    die Frustrationstoleranz
C.    die Affektdifferenzierung
D.    Alle Antworten (A-C) sind richtig.
E.    Keine der Antworten ist richtig.

33.
Folgende Aussagen zur Traumatherapie treffen zu:

A.    Wichtig ist zunächst der Schutz vor weiterer Einwirkung des Traumas.
B.    Wichtig ist ein Training durch frühzeitige unvorbereitete Re-Konfrontation mit
dem auslösenden Trauma.
C.    Angehörige sollten grundsätzlich nicht in die Therapie mit eingezogen werden.
D.    Nur die Antworten A und C treffen zu.
E.    Nur die Antworten B und C treffen zu.

34.
Sigmund Freud (11856-1939) sah als „Zentraltrieb“ des Menschen

A.    den Aggressionstrieb
B.    den Geschlechtstrieb
C.    den Todestrieb
D.    den Selbsterhaltungstrieb
E.    keinen der genannten

35.
Seit einigen Tagen erweist ein 5-jährige Junge seinem Vater eine Reihe von
Diensten: Er bringt unaufgefordert etwas zu trinken, holt ihm seine Jacke,
wenn er aus dem Haus geht, etc. Schließlich erklärt er: „Wenn die Mama
wieder zu Oma und Opa reist, braucht sie nicht wieder zu kommen, ich koche
dann für dich.“

Entsprechend der psychoanalytischen Theorie handelt es sich in diesem Fall
um eine

A.    ödipale Konstellation
B.    negativ ödipale Konstellation
C.    Latenz-Konstellation
D.    Asynchronie der Reifung
E.    Keine der Möglichkeiten A bis D trifft zu.

36.
Die Quelle von Zwangscharakteren, von pedantischen Wesenszügen,
wurzeln im Lebensabschnitt der

A.    analen Phase
B.    oralen Phase
C.    genitalen Phase
D.    Latenzzeit
E.    Adoleszenz

37.
Die Dementia praecox ist

A.    eine durch Alkohol ausgelöste Gedächtnisstörung.
B.    eine vor dem 50. Lebensjahr einsetzende Demenz.
C.    eine andere Bezeichnung Schizophrenie.
D.    eine andere Bezeichnung für eine geistige Behinderung.
E.    Keine der Aussagen trifft zu.

38.
Ein junger Mann sucht Sie in Ihrer Praxis auf und befürchtet, dass er seit 2
Jahren unter gestörtem Schlaf leide. Darauf aufmerksam gemacht habe ihn in
der letzten Zeit besonders seine Freundin. Sie habe ihm berichtet, dass er
sich nachts oft mit einem panischen angstvollen Schrei aufbäume, manchmal
auch aus dem Bett aufspringe und massiv emotional erregt sei. Das Ganze
dauere etwa 5 Minuten, er reiße dann die Augen weit auf und habe große
Pupillen sowie einen schnellen Puls. Für ihn selbst sei das Ereignis am
nächsten Tag meist nicht mehr oder kaum noch erinnerlich. Allerdings habe
er sich früher in diesen Schlafepisoden schon ziemlich am Bett oder an der
Wand gestoßen.

Welche der nachfolgenden Aussagen im Zusammenhang mit dem
geschilderten Fakten trifft/treffen zu?

A.    Es handelt sich am ehesten um Alpträume (Angstträume).
B.    Die Anfertigung eines EEGs ist indiziert.
C.    Die Symptomatik spricht für einen Pavor nocturnus.
D.    Die Antworten A und B treffen zu.
E.    Die Antworten B und C treffen zu.

39.
Tremor kann vielfältige Ursachen haben. Folgende Aussage(n) zum Tremor
trifft/treffen zu:

A.    Theophyllin und Lithium können einen leichten Fingertremor hervorrufen.
B.    Im Alkoholentzug sind sogenannte „Pillendreher“-Bewegungen der Finger zu
beobachten.
C.    Betablocker (Betasympathicolytica) haben häufig einen mittelschlägigen Tremor
als Nebenwirkung.
D.    Alle Antworten A-C sind richtig.
E.    Keine der Antworten A-D ist richtig.

40.
Jellinek unterscheidet verschieden Typen von Alkoholkonsumenten.
Welche der nachfolgenden Aussagen zu den Trinktypen nach Jellinek
trifft/treffen zu:

A.    Der „Gammatrinker“ ist ein Gelegenheitstrinker, der Alkohol aus  Anpassung oder
Gewohnheit trinkt, aber nicht ständig.
B.    Der „Alphatrinker“ ist ein Konflikttrinker, der Alkohol ohne Kontrollverlust zur
Bewältigung psychischer oder körperlicher Probleme konsumiert.
C.    Der „Epsilontrinker“ ist ein süchtiger Trinker, der täglich Alkohol mit
Kontrollverlust konsumiert und gänzlich abstinenzunfähig ist.
D.    Keine der Antworten A bis C treffen zu.
E.    Alle Antworten A bis C treffen zu.

Fragenkataloge anderer Bundesländer mit standardisierten Original- Prüfungsfragen für die HP-Psychotherapie-Prüfung finden Sie u.a. auf www.ehlert-institut.de

Zur Vorbereitung auf die schritliche Prüfung zur HeilpraktikerIn für Psychotherapie gibt es einen Online-Test zum Üben u.a. auf www.heilpraktiker-psychotherapie.de

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7 Gedanken zu „HP-Psych | Prüfungsfragen schriftlich

  1. Die HPP-Prüfung 2010 in Husum war DIE HORROR-PRÜFUNG !!!
    Von annähernd 300 Prüflingen haben nur 10 Teilnehmer diese Prüfung bestanden!

  2. Auch ich bin bei dieser Prfg. durchgefallen. War wenig tröstlich, dass es so viele Leidensgenossen gab 😦
    Den zweiten Anlauf hab ich in einem anderen Bundesland gemacht. Und bestanden. War ein Spaziergang gegen Husum.

  3. Ein hohes Prüfungsniveau ist richtig. Wobei eine so hohe Durchfallquote schon seltsam ist.
    Viel wichtiger finde ich, dass die HPP-Zulassung an eine Psychotherapie-Ausbildung geknüpft wird. Es kann nicht sein, dass Theorie auf Facharztniveau geprüft wird, ohne gleichzeitig eine therapeutische Qualifikation zu verlangen.

    • Das seh ich auch so. Und setze noch drauf:
      Für Ausbildungen mit bis zu 1200 oder 1300 Stunden sollte in Verbindung mit dem HPP-Schein eine Fachberater-Lizenz vergeben werden.
      Für die Ausübung von Psychotherapie nach HPG sollten deutlich mehr Ausbildungsstunden vorgeschrieben sein. Dafür könnte es dann eine eigene (geschützte) Berufsbezeichnung geben, wie z.B. Fachpsychotherapeut.

      • Auch aus meiner Sicht ist eine Reform dringend nötig.

        Die Vergabe einer geschützten Berufsbezeichnung ließe sich auch mit Zusätzen versehen, wie etwa „HPP-Fachpsychotherapeut für Gestalttherapie/Kreativtherapie/Systemische Therapie, etc.“, bei einer psychotherapeutischen Ausbildung mit einem Stundenumfang im deutlich vierstelligen Bereich verbunden mit der Heilerlaubnis nach den Heilpraktikergesetz.

        So könnte der Unterschied zu ärztlichen/psychologischen Psychotherapeuten deutlich gemacht werden. Gleichzeitig würde sichergestellt, dass „HPP-Fachpsychotherapeuten“ ein Mindestmaß an psychotherapeutischen Qualifikationen aufweisen.

        Bei geringerem Stundenumfang könnte eine (ebenfalls geschützte) Berufsbezeichnung eines psychologischen Fachberaters (mit entsprechenden Zusätzen) eingeführt werden.

        Für psychotherapeutisch Tätige würde Anerkennung der entsprechenden Quailifikationen erreicht.
        Für Betroffene wären verständliche Berufsbezeichnungen ein Segen.

  4. Nach langer Suche habe ich hier endlich bei Ihnen die HPP-Prüfungfragen gefunden.
    Herzlichen Dank, dass Sie die Husum-Fragen hier veröffentlichen.
    Ich wäre Ihnen sehr verbunden, wenn Sie auch die Antworten bereitstellen könnten. Vielen Dank im Voraus.

    • Die Antworten der schriftlichen Prüfungsfragen werde ich in den nächsten Tagen veröffentlichen.
      In Vorbereitung ist auch ein Artikel über die mündliche Prüfung vom 13.09.2010 in Husum.

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